Felix: Wir können es kaum begreifen.

Felix: Wir können es kaum begreifen. Der kleine Felix ist gestern über die Regenbogenbrücke gegangen. Er hat so sehr gekämpft, wir haben so sehr gekämpft, aber es sollte wohl nicht sein. Nachdem es so gut für ihn aussah, war der Darm gestern erneut vorgefallen. Die letzte Operation war eine gute Woche her, alles war bereits gut verheilt, er lebte bereits ein fast normales Leben. Und dann standen wir wieder am Anfang. Er hat uns noch ganz lieb angesehen und gezeigt, dass da etwas nicht in Ordnung ist. Er wollte unsere Hilfe und war wirklich ganz lieb und kooperativ. Aber nach Beratung mit den Tierärzten ließen wir ihn gehen. Es lag wohl nicht in unserer Hand, dem kleinen Kerl ein langes Leben zu bescheren. Er war nur vier Wochen bei uns, nachdem er in so schlechtem Zustand gefunden wurde. Davon verbrachte er fast zwei Wochen in Kliniken. Die übrige Zeit haben wir ihm angenehm gestaltet. Er bekam immer das leckerste Essen und jede Streicheleinheit, die er wollte. Und er wollte viele. Er lernte die Oldie-Damen im Katzenhaus kennen und fühlte sich bei ihnen wohl. Er lernte auch die große Gruppe der freilebenden kennen und verstand sich gut mit ihnen. Sie schauten immer nach ihm und hielten bei ihm Wache, wenn es ihm schlecht ging. Er war so ein freundlicher, lebenslustiger Kerl. Da fällt es einem besonders schwer loszulassen. Es stellen sich so viele Fragen: Was hätte man besser machen können? Was hätte man anders machen können? Was hätte man früher machen müssen? Wie hätte man sein Elend verhindern können? Sie werden unbeantwortet bleiben. Alles begann mit dem Füttern von Gräten. Und das bei einem kleinen Kater, der gerade einmal 3 Monate alt war. Der Darm fiel vor und zuerst sah niemand wirklich hin. Es erschien ein Video in Facebook mit dem leidenden Felix. Die Streunerhilfe Tribsees holte ihn ab und wir haben zusammen versucht, sein Leben zu retten. Ohne Hilfe wäre er da schon elend zugrunde gegangen. Es folgten Operationen und immer wieder Tierarztbesuche. Felix hat alles tapfer über sich ergehen lassen und wir alle waren mit Felix sehr hoffnungsvoll. Viele Leute haben Futter und Geld für Tierarztkosten gespendet. Dazu kamen immer wieder die besten Wünsche, es wurden Hoffnungskerzen angezündet, es wurde für ihn gebetet. Es hatte sich sogar ein neuer Besitzer für Felix gemeldet, der fast täglich nachfragte, wie es ihm geht. Es war schon alles für seinen Umzug vorbereitet. Doch es sollte nicht sein. Mach es gut, du kleiner, fröhlicher Kerl, wir vergessen dich nicht.😭