Wir sind sehr unglücklich, denn unsere Fanta ist nicht mehr.

Wir sind sehr unglücklich, denn unsere Fanta ist nicht mehr.
Fanta war eine unnahbare Katze. Fanta kam vor 8 Jahren zu uns, da war sie schon ein paar Jahre alt. Sie lebte in einer Katzen-Kolonie in einem Fabrikgebäude, das abgebrochen werden sollte. Viele Katzen wurden dort von Tierschützern eingefangen und Fanta kam mit ein paar anderen Katzen zu uns. Wir fanden für sie einen Platz in der Nähe von Gnoien. Fanta war toll und lebte ihr eigenes Leben. Sie wohnte hinten im Park in Bobbin, dort, wo die Waschbären leben. Oft kam sie verletzt zu uns und ließ sich von uns gesund pflegen. Dann ging sie wieder in den Park und lebte ihr freies Leben weiter. Sie war eine wunderschöne Katze, die gern in der Sonne lag und immer zu den Essenszeiten an der Futterstelle auftauchte. In den Jahren gesellten sich noch zwei Kater zu ihr und sie teilte einen Schuppen-Schlafplatz mit ihnen. Richtig gesellig wurde sie nie. Anfassen war auch nie möglich. Bei Spaziergängen im Park begleitete sie uns gern, auf Abstand natürlich. Dann kam der Winter 2024/2025 und Fanta wurde krank. Sie schrie und weinte, wenn sie versuchte zu essen. Wir fingen sie ein und brachten sie zum Tierarzt. Ihre Zähne waren nicht so gut und es wurden einige gezogen. Fanta erholte sich nicht wirklich und im Frühjahr 2025 verschwand sie für längere Zeit. Wir fanden sie dann in einem Schafstall. Sie lebte dort und wurde auch versorgt. Als sie uns hörte, kam sie wieder in den Park, schlief fortan aber bei den Schafen im Stroh. Ihr Zustand verbesserte sich leider nicht wirklich. Nach einigen Tierarzt- und Klinikbesuchen nahm sie wieder etwas zu und wirkte entspannter. Im Winter 2025/2026 kam sie plötzlich ins Haus und schlief im Badezimmer. Sie hatte ein Lieblingsfutter gefunden und ließ sich pflegen. Wir dachten, sie verbringt den Winter drinnen in der Wärme, schließlich ist sie ja auch nicht mehr jung, und im Frühjahr geht sie sicherlich wieder in den Park. Aber so kam es nicht. Es sah schon so gut aus, doch vor drei Tagen verschlechterte sich ihr Zustand rapide und heute Morgen krampfte sie. Sie weinte und wir blieben bei ihr, damit sie nicht alleine ist, wenn sie über die Regenbogenbrücke geht. Und nun ist sie gegangen. Wir sind sehr traurig. Wir mochten diese unnahbare Katze, die uns aus der Ferne beobachtete, aber nie zutraulich wurde. Sie wird in unseren Gedanken immer die Katze, die mit den Waschbären lebt, bleiben. Ist sie nicht wunderschön? Gute Reise, Fanta. Wir werden dich vermissen, wenn wir durch den Park spazieren. Sicherlich werden wir uns noch öfter umdrehen und schauen, ob du uns nicht doch folgst.