Wir möchten euch eine Geschichte erzählen, die uns traurig und wütend zugleich gemacht hat. Gestern fuhren wir bei Finkenthal hinter einem Traktor mit Anhänger. Wir haben gesehen, dass er eine kleine schwarze Katze angefahren hat. Sie lag auf dem Mittelstreifen, ein Bein stand seltsam ab und sie hob den Kopf. Sie war also offensichtlich wohl schwer verletzt, aber durchaus lebendig und bei Bewusstsein. Schnell hielten wir an geeigneter Stelle an und liefen an der Straße zurück, um das Kätzchen zu sichern. Kurz bevor wir es erreichten, fuhr ein Mercedes mit Berliner Kennzeichen auf die Stelle zu und machte einen Schlenker auf den Mittelstreifen, um das Kätzchen dann am Kopf zu treffen. Wir standen fassungslos am Straßenrand und konnten so nur noch ein totes Kätzchen bergen. Der Fahrer des Autos hat willentlich den Schlenker gemacht, er musste keinem Hindernis ausweichen. Er hat das Kätzchen also ganz bewusst überfahren. Das macht uns wütend. Bei näherer Betrachtung war das Kätzchen ursprünglich nur am Bein verletzt. Vielleicht war es gebrochen und es war aufgeschürft. Es hätte also gerettet werden können und die kleine schwarze Katze hätte noch ein langes, glückliches Leben haben können. Aber das gefiel wohl diesem Berliner Mercedes-Fahrer nicht. Zumal er uns gesehen hat mit der Rettungsdecke in der Hand und dem großen Schild des Katzenhauses am Auto. Möge Karma dich holen.
Für alle anderen: Es kann passieren, dass man ein Tier anfährt. Schön wäre, wenn man es dann sichert und/oder Hilfe organisiert. Oder holt es wenigstens von der Straße. Extra Draufhalten geht gar nicht. Es kann übrigens auch passieren, dass man Mercedes fährt oder aus Berlin ist. Deshalb muss man trotzdem nicht willentlich ein unschuldiges Tier töten.
Ruhe in Frieden kleine schwarze Maus. Du wurdest nur ein knappes halbes Jahr alt.