Manchmal fragt man sich: Warum? Vor knapp zwei Wochen wurde dieser kleine Kater in Teterow an einer viel befahrenen Straße aufgegriffen. Hilfsbereite Menschen, die selbst keine Katzen haben, nahmen den kleinen Kerl bei sich auf und übergaben ihn am nächsten Tag in unsere Hände. Es war einer von vier Geschwistern, die im zarten Alter von 4 Wochen ohne Mutter an der Straße liefen. Der eine konnte gesichert werden und kam zu uns. Er lebte hier glücklich mit den anderen kleinen und großen Katzen und war der reinste Wirbelwind. Weil der kleine schwarze Kerl uns an einen tasmanischen Teufel erinnerte, bekam er den Namen Tasmano. Er wuchs und gedieh prächtig. Es hatte sich sogar ein erster Interessent gefunden, der ihn übernehmen wollte, sobald er vermittlungsreif ist. Vorgestern dann hörte er auf zu fressen. Er spielte noch wie sonst und trank, aber feste Nahrung wollte er nicht. Ein Besuch beim Tierarzt ergab keine Diagnose, er wirkte topfit. Also bekam er vorerst Aufzuchtsmilch und Päppelsauce, die er sich mit der Spritze eingegeben auch gefallen ließ. Heute morgen schaute er uns nur noch sehr traurig an, weinte den ganzen Vormittag und verstarb ganz plötzlich, bevor noch ein Tierarzt helfen konnte. Wir kennen die Ursache nicht und es war nichts Auffälliges an ihm. Er hörte einfach auf zu fressen. Nun fragen wir uns, was wir hätten anders machen sollen. Was haben wir falsch gemacht? Warum ist er nicht mehr am leben? Eine Antwort wird es wohl nicht geben, da wir die Ursache für seinen Tod nicht kennen. Zurück bleibt die Trauer um den kleinen Tasmano. Gute Reise, du kleiner Teufel. (Das Foto entstand kurz vor seinem Tod)