Es ist einfach nicht fair! Am Sonnabend wurde uns abends noch eine kleine Katze gebracht. Sie wurde in Malchin schwer verletzt gefunden und niemand war bereit, sie aufzunehmen. So kam das kleine Mäuschen zu uns. Sie ist ganz schwarz und ca. 14 Wochen alt. Sie blutete aus beiden Ohren, hatte ein geschwollenes Gesicht, ein Auge war zu und sie hatte offene Verletzungen am Hals und an der Wange. Sie war in einem sehr traurigen Zustand. Unsere Tierärztin war so lieb, sie zu untersuchen, obwohl es Samstag Abend war und sie ihren freien Tag hatte, zudem noch ein kleines Kind zuhause, das natürlich auch lieber mit der Mama spielen und schmusen möchte. Die erste Diagnose war schweres Schädel-Hirn-Trauma, vielleicht ein Biss von einem Hund mit anschließendem Schütteln. Sie wurde medizinisch versorgt und wir brachten sie in ein ruhiges abgedunkeltes Zimmer. Die kleine Maus war so tapfer und ließ alles fast klaglos über sich ergehen. Am Montag war sie schon besser drauf, sie lief langsam umher und wollte immer nur kuscheln. Allerdings konnte sie nicht essen. Also kam sie stationär zum Tierarzt an den Tropf. Heute Morgen sollte sie wieder zu uns zurück, sie ließ sich auch langsam mit der Spritze füttern. Wir alle hatten uns gefreut, bestimmt auch die kleine Katze. Doch dann fing sie völlig unerwartet an, heftig aus dem Mund zu bluten und verstarb innerhalb von Sekunden. So blieb uns nur, sie würdevoll beizusetzen. Wir hatten ihr den Namen Tannee gegeben. Aus ihrer Hoffnungskerze ist nun leider eine Beerdigungskerze geworden. Es tut uns so leid für das arme kleine Kätzchen. Sie hatte bestimmt noch ganz viel vor. Es ist einfach nicht fair. (Die Fotos sind von gestern Abend. Da ging es ihr schon wieder richtig gut.)